Bevor ich jedoch näher ins Detail gehe, wollte ich euch mitteilen, dass endlich Bilder unserer Wohnung online sind. Wer mal einen Blick riskieren möchte, muss
HIER klicken.
Den Link mit allen bisherigen Alben von mir findet ihr hier:
http://picasaweb.google.de/homeAm Dienstag, dem Tag nach "Labor Day" (Tag der Arbeit), hatte ich meine erste "class", wie es hier so schön heißt. Meiner Meinung nach trifft es das genau! Ihr dürft euch das hier nicht so vorstellen wie in Deutschland, wo man oftmals am Ende des Semesters eine Klausur schreiben oder einen Vortrag halten muss. In den USA ist Studieren vielmehr so wie Schulunterricht. Man muss während des Semesters sehr viele Arbeiten erledigen - so zum Beispiel Präsentationen vorbereiten, Testate schreiben, Blog-Einträge machen und viele viele Hausaufgaben erledigen. Gestern habe ich meine ersten Spanisch-Hausaufgaben gemacht und habe mich zurück in die Schule versetzt gefühlt. Aber wahrscheinlich ist diese Form der Lehrmethode auch nicht verkehrt, da man dann für die Final Exams schon gut vorbereitet ist.
Am Dienstag ging es auf jeden Fall mit meiner ersten Stunde "Intercultural Communication" los. Sehr überrascht war ich von der Dozentin, die gehüllt in ein Sari Kleid den Raum betrat und die erste halbe Stunde ausschließlich deutsch mit uns geredet hat. Die einen waren völlig verdutzt und erstaunt darüber, dass sie (die Dozentin) deutsch konnte (sie hat elf Jahre in Deutschland gelebt), andere waren eher verängstigt und verwirrt, da sie (also die Studenten) kein deutsch können und demnach nicht allzu viel verstanden haben. Der Grund für ihr "Verhalten in diesem Moment" war wohl das Testen der Reaktionen, wenn man kein Wort von dem versteht, was gesagt wird. Diese Stunde war jedenfalls eine tolle Erfahrung... Wir sind eine buntgemischte Gruppe (etwa sechs Deutsche) aus internationalen Studenten, in der jeder etwas von seinem Land und seiner Kultur preis gegeben hat, in der wir gemeinsam in kleineren Gruppen Rätsel gelöst haben und dem Verstädnis von Kultur und einigen Missverständnissen bzw. Stereotypen auf den Grund gegangen sind.
Die nächste Stunde hat mich etwas enttäuscht, deshalb versuche ich diese auch nochmal zu tauschen... Es ging um Massenmedien und wie diese unsere Wahrnehmung und unser Verhalten beeinflussen. Klingt interessant, ist es aber nicht wirklich, wenn man nur wissenschaftliche Texte lesen und diese analysieren muss, ohne jeglichen Praxisbezug. Also malsehen, ob sich da noch etwas machen lässt.
Der nächste Tag bestand bei mir nur aus einer class: Spanish for Beginners! Auch dieser Kurs macht mir viel Spaß und ist bisher sehr lehrreich. Hier sind mit mir nur zwei Deutsche vertreten (der Rest ausschließlich Amerikaner), sodass wir häufig erzählen müssen wie "das bei uns in Europa" ist ;-) Unsere classmates sind alle sehr nett und aufgeschlossen und völlig begeistert wie man eine dritte Sprache in seiner zweiten erlernen kann.
Donnerstags stand wieder "Intercultural Communication" auf dem Plan, was nicht weniger interessant war wie beim letzten Mal (ich habe sogar aktiv am Unterricht teilgenommen^^). Am Abend hatte ich dann noch "International Marketing", das aufgrund der Professorin wirklich ein absoluter Mega-Hit ist! Auch hier sind wieder mehrere Deutsche (etwa acht), aber auch jede Menge andere Nationen vertreten. Wir haben in diesem Kurs zwar sehr viel zu erledigen, aber ich habe zum Glück mit einer Dänin, einer Deutschen und einem Japaner eine sehr nette Gruppe erwischt. Und wie gesagt, die Dozentin macht ihren Job echt wahnsinnig gut... sie ist motivierend, mitreißend und trotzdem sehr taff.
An dem Freitag hatte ich dann wieder nur Spanisch - Hola! Qué tal? (leider habe ich die umgedrehten Frage- und Ausrufezeichen nicht -

von daher entschuldigt die falsche Schreibweise!) Außerdem waren wir am Abend bei einem Volleyballspiel der HPU Warriors (
Fotos)! Es war klasse... und bin erstaunt darüber, wie gut die Mädels spielen können - das waren wirklich halbe Pro´s! Leider haben sie gegen die Alaska Nanooks verloren. Nichtsdestotrotz war die Stimmung trotz mäßiger Zuschauerzahl "saumäßig" gut - dies war unter anderem den Cheerleadern und den "Tanzmäusen" der HPU geschuldet. Die Fans hatten einen unglaublichen Spaß und ließen ihren Emotionen freien Lauf, was schließlich in einem dynamischen "Herumgespringe", lautstarkes "Herumgeschreie" und heftiges "Fahnen-Geschwinge" mündete - also rundum ein wirklich amerikanisches Sportereignis!
Am Samstag (JA, ich habe auch samstags Unterricht) habe ich immer meinen Tennis-Kurs. ;-) Wir sind in dieser class nur acht Hanseln, die alle mehr oder weniger noch nie einen Tennis-Racket in der Hand hatten und demnach nicht wirklich gut spielen können, aber es macht, auch dank unserer beiden Trainer, die wirklich wahnsinnig COOL sind, jede Menge Spaß und das Englisch Sprechen, ist in jedem Fall, bei nur einer weiteren Deutschen, garantiert.
An diesem Abend bin ich mit zwei fellow students nach Kailua (einer Stadt an der Ostküste von Oahu) zu anderen Kommilitonen, die zum BBQ eingeladen haben, gefahren. Auch hier war ein bunter Mix an internationalen Studenten (Dänen, Deutsche, Amerikaner, Chinesen) vertreten, die trotz so mancher Sprachbarrieren sehr viel gelacht und geredet haben. --> Das Essen war, nebenbei bemerkt, very yummy! Es gab Fisch, Hühnchen, Salat, Maiskolben, Beef, Brot mit Guacamole, Ranch Dip und ein leckeres Küchlein, deren Namen ich leider vergessen habe.
Am Sonntag haben wir uns mit allen Deutschen der HPU zu einem Pizza-Gelage, welches von der German Speaking Student Association initiiert wurde, am Fort DeRussy Beach Park getroffen. Dort wurden dann gleich auch die Volleybälle und Frisbee-Scheiben rausgeholt und begonnen zu spielen... Anschließend bin ich mit einem Deutschen, der seit einem halben Jahr auf der Insel lebt und auch an der HPU studiert zum Surfen gegangen. Sehr aufgeregt und etwas ängstlich, weil die Wellen für meine Begriffe doch recht hoch waren, habe ich mir ein Board ausgeliehen und mich ins die Fluten gestürzt. Es hat für´s erste Mal auch überraschend gut funktioniert (wenn man das so nennen darf...). Ich stand zumindest einmal auf dem Brett und bin zumindest noch am Leben - das ist doch schonmal was ;-) Ich werde es auf jeden Fall weiterhin versuchen und mich für die nächsten Weltmeisterschaften rüsten - seid euch sicher, ich komme als Surfer-Juli wieder :D
So, nun muss ich aber fix zur Uni... Lasst es euch gut gehen - Hang Loose!
Eure Juli
Liebe Grüße an all meine lieben Remagener, deren nächstes Semester auch bald wieder losgeht - viel Erfolg und gute Nerven dafür!
Liebe Grüße auch an alle Halberstädter - lasst euch von dem Wetter nicht ärgern und genießt auch mal etwas kältere Temperaturen (zumindest nachts wünsche ich sie mir auch ab und zu!)
Alle anderen, die irgendwo dazwischen, darüber oder darunter wohnen: fühlt euch auch mit sonnigen Grüßen überhäuft!
PS.: Diejenigen, die alles gelesen haben, bekommen ein Fleiß-Bienchen - für die Bestellung bitte bei meinem Sekretariat melden!